Das war schon in seiner Jugend das Motto von Hans-Peter Küffner. Und diesen Traum hat der Chef des Küffner-Unternehmens nicht nur angedacht, sondern tatsächlich realisiert. Der echte Neudecker betont immer wieder, dass der Ausbau seines Betriebs mit den Gastro-Locations, dem Catering-Service, dem Gastro-Mietservice und den Angeboten für Reiter ohne die Mitwirkung seiner Familie nicht das inzwischen seit Jahren im gesamten Unterland und darüber hinaus bekannte Gastronomie-Erlebnis-Unternehmens hätte werden können. 1982 trat Ehefrau Sabine in sein Leben. Sohn Marcel ist inzwischen der Leiter des Betriebsrestaurants Voltino und der Harmonie in Heilbronn. Der gelernte Koch ist wie sein Vater auch Spezialist für Catering und Großcatering. Tochter Nicole ist Chefin des Landhotels Küffner in Pfedelbach. Der im November 1959 in Öhringen geborene Hans-Peter Küffner ist in Langenbrettach-Neudeck aufgewachsen. Neudeck hat heute 80 Einwohner, von denen einige hier wohnen, weil sie auf dem Küffner Hof Arbeit und Logis gefunden haben. Vater Küffner war Landwirt und hatte einen mittelgroßen landwirtschaftlichen Betrieb. Leider starb er früh und der noch junge Hans-Peter musste den Betrieb übernehmen. Deshalb durfte er mit einer erteilten Sondergenehmigung schon mit 21 Jahren die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister ablegen.

Wandel durch einige Umstellungen auf dem Hof

Schon damals sehr umtriebig stellte er bald einiges auf dem Hof um und war ruckzuck in mehreren Gremien tätig. Bald wurde er Sicherheitsmeister für Berufsgenossenschaften und betreute namhafte Firmen. Außerdem handelte er mit Quarterhorses und Pferde-Anhängern. Die Pferde kaufte er zum Teil bei Züchtern in Texas und Oklahoma – so wurde er zum „Deutschen Cowboy“. Im Jahr 1986 begann der endgültige Wandel. Hans-Peter Küffner kaufte den Nachbarhof, legte die Pferdewirtschaftsmeisterprüfung ab und bald gab es hier in Neudeck alles rund um das Pferd. Die Westernreiter kamen aus allen Richtungen. 1995 begann der Bau eines Reitplatzes, einer Reithalle und eines großen Stallkomplexes. Heute finden in der Reithalle, die eine der größten im Südwesten ist, regelmäßig Turniere statt. Darunter waren sogar Deutsche und Europa-Meisterschaften im Westernreiten. Zu sogenannten Cutting-Turnieren ließ der Küffner Hof schon bis zu 300 Rinder anfahren.

Neue Geschäftszweige

Immer mehr Interessierte meldeten sich an, Betriebe kamen zum Teambuilding mit Pferden und nahmen Reitunterricht. Erste Versuche der Verpflegung solcher Gäste und deren Begeisterung über diese Amateurgastronomie führten zum neuen Geschäftszweig. Ab 1997 konnte im Reiterstüble gespeist und getrunken werden. Bald entstand aus dem Reiterstüble der Westernsaloon, in dem heute noch Westernfrühstück und Westernbüffets angeboten werden. Und auch acht Zimmer für Übernachtungsgäste entstanden. Das Thema Western blieb auf dem Küffner Hof bis heute absolut aktuell und deshalb können Gäste sich hier am Bullriding versuchen, ihre Geschicklichkeit in der Disziplin Hufeisen werfen beweisen oder Indianer spielen und mit dem Bogen schießen.